Venus, Mond, Mira und ein Wecker

18./19./20. Februar 2007 - Sonntag/Montag/Dienstag

Nach meiner erfolgreichen Beobachtung der hellen Nova im Skorpion, war der restliche Sonntag wolkenverhangen. Daher blieb ebenso der nur einen Tag alte Mond als dünne Sichel unbeobachtbar. Andere hatte jedoch mehr Glück. Peter Heinzen fotografierte die Mondsichel 25 ½ Stunden und Mario Weigand 25 Stunden nach Neumond, doch Martin Elsässer übertrifft dies noch. Denn seine Aufnahme des nur 22 ½ Stunden jungen Mondes machte er, als die Sonne noch 16° hoch über dem Horizont stand.

Am Montagabend versuchte ich mich erneut an einer Helligkeitsschätzung von Mira. Es war dunstig und der Mond beschien bereits einen leichten Hof, trotzdem war es ein schöner Anblick: die erst 49 ½ Stunden junge Sichel neben dem leuchtenden Abendstern. Jedoch beeinträchtigten diese suboptimalen Bedingungen meine Mira-Beobachtung, und alpha und omikron Ceti ließen sich Zeit. Schließlich war zwar alpha Ceti gut sichtbar, Mira war aber nur bei genauem Hinsehen direkt zu sehen, obwohl es mittlerweile 19:00 MEZ war. Obwohl Fabricius' Wunderbare aktuell schon auf 2,0mag geschätzt wurde, was eine halbe Größenklasse über alpha Ceti entspricht, schwächte die schlechte Durchsicht Miras Licht ab.

Übrigens war das Wetter in der Nacht zu Dienstag nicht allzu schlecht und so stellte ich mir für Nova Scorpii 2007 den Wecker auf 5:45 MEZ. Doch aus noch nicht geklärten Gründen holte er mich nicht aus dem Schlaf. Und am selben Abend versuchte ich Mira trotz Wolken nochmal zu erwischen. Etliche Male war ich im Garten, doch ich erwischte kein passendes Wolkenloch.