Mission Impossible: Heidemaries Werkzeugtasche
26./27. Januar 2009 – Montag/Dienstag
An zwei Tagen habe ich mich zu Wochenanfang nochmal auf die Suche nach der orbitalen Werkzeugtasche von NASA-Astronautin Heidemarie Stefanyshyn-Piper gemacht, die sie während eines Außenbordeinsatzes an der ISS am 18. November verlor. Mit dem 8x40-Fernglas stellte ich mich schon frühzeitig in den Garten, da bereits die ersten Beobachter meldeten, dass der 100.000 Dollar teure Weltraumschrott schon einige Minuten früher zu sehen war, als die Online-Tools zur Berechnung der Überflüge angaben. Allerdings blieb auch an diesen Abenden das "Handtäschchen" für mich immer noch unsichtbar. Zum einen suchte ich an einer Stelle, wo sich die Tasche schon wieder im Erdschatten befand, und zur zweiten Gelegenheit machte mir eine geschlossene Wolkendecke ein Strich durch die Rechnung. Nur hin und wieder gab es eine kleine Lücke im Bereich der Kassiopeia, so dass ich zumindest einen eingetrübten Blick auf die helleren Sterne hatte, aber so waren die Chancen auf eine erfolgreiche Sichtung auch gleich null.
Laut Calsky rückt die Sichtbarkeit jetzt in die zweite Nachthälfte, jedoch gibt Heavens-Above einen Überflug am kommenden Samstag an. Dann, wenn wir am Bonner Münsterplatz die erste öffentliche Beobachtung zum Internationalen Astronomiejahr anbieten, soll die Werkzeugtasche um 18:55 MEZ ein paar Grad südlich des Sichelmondes die Fische durchlaufen. Und bis jetzt sehen die Wettervorhersagen gut aus.